Der Begriff „Schorle“

Mineralwasser gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Es ist wahlweise in Glas oder Plastik abgefüllt und die Größen differieren auch. Einerseits kann man es mit Kohlensäure versetzt kaufen, in diesem Fall mit viel oder wenig, andererseits ebenfalls als stilles Wasser. Mineralwasser mit Fruchtgeschmack wird auch bereits einige Zeit angeboten und es gibt etliche Ausprägungen mit Zitrone oder anderen Obstsorten. Sobald es draußen heiß wird, trinken viele Leute gerne zur Kühlung eine Kombination aus Mineralwasser und ähnlichen Getränken. Dazu nehmen die einen oftmals Obstsäfte, andere mischen mit Freude mit alkoholischen Getränken, zum Beispiel Rot- oder Weißwein.

Jene Kombinationen haben in unterschiedlichen Gebieten auch unterschiedliche Namen. So bezeichnet man ein Mischgetränk mit Mineralwasser in zahlreichen Regionen Deutschlands „Schorle“. Dieser Begriff soll übrigens von dem Begriff „Schorlemorle“ sich ableiten, in dem wiederum „schurren“, eine südwestdeutsche Dialekt für „sprudeln“ vorkommt. In Österreich demgegenüber sagt man bekanntlich Spritzer oder Gespritzter. Jene Unterscheidung ist noch etwas grob, denn es gibt bei der Mischung noch feine Unterscheidungen beim Verhältnis Mineralwasser und anderes Getränk.

Das Mineralwasser wird unter besonderen Bestimmungen und Prüfungen abgefüllt. Für die beinhalteten Stoffe, wie zum Beispiel Mineralien, gibt es genau definierte Richtwerte. Die unterirdische Quelle ist auch ein Kriterium, das beachtet werden muss. Auch muss das Wasser direkt an der Stelle abgefüllt werden, wo es gefördert wurde. Man kann durch das Zusichnehmen von Mineralwasser zur Deckung seines Mineralstoffbedarfs beitragen, aber der gewaltigste Teil wird durch feste Nahrung zu sich genommen. Wer aber Milchzucker nicht verträgt, der sollte Mineralwasser mit einem beachtlichen Kalziumgehalt trinken. In diesem Fall kann es fehlendes Kalzium aus den Milchprodukten teilweise ersetzen. Bei hohem Blutdruck ist darauf Acht zu geben, dass das Wasser wenig Natrium beinhaltet. Trinkt man Wasser aus der Leitung, kann dieses aus diversen Gründen, beispielsweise bleihaltige oder verschmutzte Rohre, Stoffe aufgenommen haben, die dem Leib Schaden zufügen. Bei Mineralwasser, das bereits am Lagerort in Glasflaschen abgefüllt wird, ist dieses genau genommen nicht machbar.

PET-Behältnisse können allerdings bestimmte Stoffe abgeben, die dann zusammen mit dem Wasser aufgenommen werden. Ist das der Fall, hat das Wasser einen süßen Beigeschmack. Daher wird bei der Produktion von PET-Flaschen häufig ein Granulat dazugegeben, das dieses verhindert. Eine amtliche Anerkennung für den Quell ist in Deutschland unbedingt erforderlich. Es dürfen nur definierte Stoffe dem Mineralwasser hinzugefügt werden, die selbstverständlich auf dem Etikett vermerkt werden müssen. Ist zu viel Eisen im Wasser, so wird ein Teil mit einer besonderen Methode einfach entfernt, weil die Flüssigkeit sonst braun werden kann. Die Kohlensäure trägt im Übrigen dazu bei, das Wasser länger haltbar zu machen.

Den größten Verbrauch an in Flaschen abgefülltem Wasser haben die USA, gefolgt von Mexico und China. In jene Auswertung hat man allerdings ebenfalls Tafel-, Heil- und Sodawasser eingebunden. Wer das Einzigartige mag, kann Mineralwasser in Designer-Behältnissen kaufen. So eine Flasche hat als Folge einen Preis, bei dem der Käufer glaubt, man hätte sich bei der Kommastelle am Klebeetikett vertan, und zwar zweimal. In wie weit die Flasche nun Steinchen einer berühmten Firma zieren oder ein Modeschöpfer seine Unterschrift für das Klebeetikett zur Verfügung gestellt hat, drinnen ist trotzdem nur Mineralwasser.

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