Der Vater oder nicht der Vater?

Der Vater oder nicht der Vater?

Ist das wirklich mein Kind?
Väter die sich mit dieser Frage beschäftigen, haben es heutzutage verlockend leicht, anhand eines DNA Test, eine zu 99,9 % sichere Antwort zu erhalten.
Es hört sich so einfach an: man nehme eine DNA Probe des Kindes, sende sie ins nächste Labor und ein paar Tage später ist die Antwort da.
Doch geht das wirklich so einfach? Insbesondere, da die Preise für einen DNA Test zur Vaterschaftsfestellung auf ca. 100 bis 200 Euro gesunken sind?
Die Antwort lautet: Jein.

Denn es gibt im Vorfeld einiges zu beachten. Einfach heimlich eine Genprobe des Kindes an sich nehmen und ins nächst beste Labor einsenden, klingt verlockend einfach, ist ohne Zustimmung des Kindes oder von der Mutter bzw. beider Erziehungsberechtigter allerdings nicht legal, denn es verletzt die Persönlichkeitsrechte des Kindes.

Zum anderen gibt es noch einige andere Denkanstöße, die „Mann“ berücksichtigen sollte, bevor er leichtfertig den endgültigen Beweis der Vaterschaft mittels eines Labor DNA Tests anstrebt.
Bereits in den Schwangerschaftsuntersuchungen stellt ein Gynäkologe sehr genau fest, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist und wann das Kind geboren wird. Auch ein moderner Schwangerschaftstest, zeigt der werdenden Mutter an in welcher Woche sie sich befindet.
So lässt sich auf den Tag genau zurückrechnen, wann die Eizelle befruchtet wurde. Somit gibt es drei zutreffende Aussagen: die der Mutter, des Testergebnisses und die des Gynäkologen.
Stellt sich die Frage, woher die Zweifel stammen. Hier hilft es nur, in Ruhe und gründlich über die wahren Gründe nachzudenken und dabei sehr ehrlich zu sich selbst zu sein. Denn eines ist sicher: liegt erst das Gutachten vor, dann gibt es kein zurück mehr. Das Ergebnis kann also unter Umständen ein gesamtes Familiengefüge zerstören.
Also, sollte es sich um einen Grund handeln wie: ich habe braune Augen, meine Frau / die Mutter hat braune Augen, das Kind jedoch Blaue – ganz klar: es war der Postbote!
Der sollte sich vorher in Erinnerung rufen, wie das mit der Genetik funktioniert. (Oder einmal nachschlagen) Denn die Gene, die das Kind von Vater und Mutter erbt, enthalten auch die Erbinformationen der Großeltern und so weiter.

Labor DNA Tests
Wer nun seine Entscheidung gründlich überdacht hat und / oder weitere Informationen benötigt, auf welche Details zum Vaterschaftstest es wirklich ankommt, findet beim
Bundesverband der Sachverständigen für Abstammungsgutachten oder auf der Seite: Vaterschaftstest – unkommerziell wertvolles Hintergrundwissen über die aktuelle Rechtslage und was bei der Auswahl des Labors zu beachten ist.

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