Psychologie: masochismus in der Sexualität

Psychologie: masochismus in der Sexualität

Unter Masochismus versteht man die Tatsache, dass ein Mensch unter zugefügten Schmerzen und Demütigungen, sexuelle Lust empfindet. Das Gegenteil von Masochismus ist der Sadismus, auch Sadomaso genannt. Bei Sadomaso wird sexuelle Befriedigung empfunden, wenn einem anderem Menschen Schmerz oder Demütigungen zugefügt werden. Doch wie kommt es zu solchen Vorlieben? Welche Praktiken werden vollzogen und wo liegt der Reiz in einer solch außergewöhnlichen und unvorstellbaren Vorliebe? Im Folgenden bringen wir Sie näher an das Thema Masochismus in der Sexualität heran und erklären Ihnen, wie es zu dem Reiz kommt, welche psychologischen Motive dahinter stecken können und vieles mehr.

Ursachen von Masochismus
Die Ursachen für Masochismus können hinter lerntheoretischer Art stecken oder tiefenpsychologischer Art sein. Tiefenpsychologen erkennen zum Beispiel ein Abwehrverhalten im Masochismus. Hierdurch kann der Betroffene zum Beispiel Ängste und Gewissenskonflikte unterdrücken, die mit dem Loslösen seiner Mutter zusammenhängen.

Eine andere Ursache könnte in der Lerntheorie liegen. Demnach werden oftmals klassische Handlungen mit einem masochistischem Hintergrund angewandt. Ein Beispiel können Masturbationsfantasien mit einem masochistischen Akt sein. Eine Behandlung solcher Fälle ist oftmals sehr langwierig und schwierig. Vorzugsweise wird bei Masochisten mit einer Psychotherapie vorgegangen.

Ausprägung von Masochismus
Die Praktiken des Masochismus haben verschiedene Ausprägungen. Nicht selten führt Masochismus zu Selbstverletzung durch besipielsweise Schnittwunden, Brüche, Blutergüsse, Quetschungen und Gehirnerschütterungen. Im schlimmsten Fall kann Masochismus sogar zum Tod führen.

Masochismus wird in 2 Gruppen unterschieden. Die eine Gruppe ist nicht nur sexuell motiviert, sondern der Betroffene empfindet Sehnsüchte nach Demütigungen oftmals sogar nach einem persönlichen Misserfolg, wie eine Kündigung oder die Beendigung einer Beziehung. Auch Unarten, wie Nägelkauen und Haare ausreißen, werden als masochistische Handlung angesehen. Solche Selbstverletzungen sind oft die Ursache eines psychisch sehr hohen Druck.

Und dann gibt es noch die zweite Gruppe, welche überwiegend sexuell motiviert ist. Hier finden die Betroffenen sexuelle Befriedigung an Demütigungen und Schmerzzufügungen. Diese Befriedigung kann vom Partner eingeholt werden, aber auch von anonymen oder fiktiven Personen. Auch hier kann es zu Verletzungen kommen, aber dann nicht als Selbstverstümmelung, sondern in Form einer sexuellen Handlung.

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