So hat man den meisten Spaß am Sportwagen

Herrliches Wetter, strahlender Sonnenschein und mit einem blinkenden Sportwagen durch die Landschaft kurven, das Leben kann so schön sein. Da macht es auch nichts, wenn einem während der Fahrt die Ohren einfrieren und man die Schirmmütze so tief in die Stirn ziehen muss, dass man nur noch die Gullideckel erkennt. Entscheidend ist, dass einem der frische Wind um die Nase weht und man ein klein wenig Abenteuer schnuppern kann. Immerhin könnte man ja krank werden. Das sind zustände, von denen amerikanische Cowboys nur träumen können. Die wirkliche Freiheit auf der Welt ist auf den Straßen in Deutschland, von Gullideckel zu Gullideckel, außerhalb geschlossener Ortschaften. Hier bin ich Mann, hier darf ich es sein.

 

Cabrio und Sportwagen sind zwei verschiedene Dinge

Nicht jedes Cabrio ist automatisch auch ein Sportwagen. Allerdings haben sie alle einen sportlichen Charakter, wenn man von der Ente als sportliches Cabrio absieht. Es ist ohnehin nirgendwo so genau festgelegt, was denn nun ein Sportwagen eigentlich ist. So ganz allgemein definiert man einen Sportwagen als zweitüriges Auto mit extrem niedrigem Leistungsgewicht und guten Eigenschaften beim Überschlagen desselben. Außerdem sind sie, durch die hohen Endgeschwindigkeiten ideale Partner, wenn eine rasante Beschleunigung sie regelrecht über die Kreuzung springen lässt.

Die meisten Besitzer melden ihren Sportwagen im Winter ab und stellen ihn in die Garage. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Fahrzeug für den Winter ungeeignet ist, die Ursachen liegen auf einer ganz anderen Ebene. Da wollen Autofahrer ein Luxusauto kaufen oder eine Limousine kaufen, und können dann nicht damit fahren, nur weil irgendwo ein paar Schneeflocken vom Himmel rieseln. Das ist ein weit verbreiteter Gedanke von vielen Leuten die Luxusautos kaufen.

Durch Schnee und Eis ist eine zügige und schnelle Fahrweise unmöglich, Überholmanöver mutieren zu reinsten Horrorszenarien und sind nur noch risikoreich, von Fahrspaß nichts mehr zu entdecken. Selbstverständlich gibt es Sportwagen, die über einen Allradantrieb verfügen und Winterreifen müssen die Autos ohnehin haben in der kalten Jahreszeit. Sportwagenfahrer bleiben zu dieser Jahreszeit dennoch meist lieber im Warmen.

Sportwagen ist Fansache

Der Markt für die wirklichen, echten Sportwagen ist eher klein. Das liegt jedoch nicht am Preis, der ohnehin für die Kundschaft von Sportwagen eher von untergeordneter Bedeutung ist. Umso mehr, als auch eine ausreichende Anzahl an Modellen am Markt verfügbar ist, die eher dem Preis einer Limousine ähneln. Der weitaus größte Teil ist jedoch im oberen Preisbereich angesiedelt und hat Größenordnungen, die sich die Jugend meist noch nicht leisten kann. Ihnen fehlt einfach das Geld, während älteren Menschen die Gelenkigkeit fehlt, in einen solchen Sportwagen einzutauchen. Obendrein mit der bangen Frage, ob man, einmal sitzend, jemals wieder herauskommen wird – und wer will schon hinter dem Lenkrad seines Fahrersitzes beerdigt werden. Sportwagenfahrer sind ohnehin nicht unbedingt die Klientel, die ein gesteigertes Interesse an Komfort hat. Eine Tatsache, die auch den Autoherstellern bekannt ist. Daraus lernend werden die Auspuff- und Motoren so angelegt, dass typisierende Geräusche entstehen, die von einem leichten Grollen bis hin zu großflächigen Motorenbrüllern beim Public Viewing reichen. Wichtiges Utensil ist auch die Stereoanlage, auf die so mancher Autohersteller ein größeres Augenmerk richtet als auf wichtige Fahreigenschaften. Eine solche Anlage ist zum Beispiel für die meisten Fahrer wichtiger als ein Kofferraum, in den kann man meist ohnehin nichts reinlegen, da voll.

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