Wer benötigt weissblechdosen ?

Weißblech ist Stahlblech, das kalt besonders dünn gewalzt wurde. Für die Beschichtung der Oberfläche wir Zinn benutzt. Als Folge bekommt das Material einen Schutz vor dem Korrodieren. Der größte Prozentsatz des gefertigten Stahlbleches wird für die Herstellung von Weissblechdosen verwendet. Man bezeichnet dieses Material auch als Verpackungsstahl, weil es besonders häufig in der Verpackungsindustrie benutzt wird. Insbesondere für die Verpackung von diversen Nahrungsmitteln und als Behältnis für Tierfutter werden die Weissblechdosen benutzt. Man nutzt sie allerdings auch häufig als Lack- oder Farbdosen.

Man überzieht den Stahl mit 0,3µm Zinn, damit die Weissblechdosen nicht rosten, was sie natürlich unbrauchbar machen würde. Passiert es jedoch, dass die Schutzschicht aus Zinn zerstört wird, muss man keine Bedenken haben, dass die Zinnverbindungen, die zwar unerheblich giftig sind, Schäden verursachen können. Zuerst korrodiert das Eisen und es entstehen nur unschädliche Eisensalze. Es ist also völlig unschädlich, wenn man Nahrungsmittel in Weissblechdosen zur längeren Lagerung aufbewahrt. Man kann diesen Werkstoff zur Gänze recyceln, was natürlich überaus von Vorteil ist. Man kann Weißblech stets wieder benutzen und in der Qualität gibt es trotzdem keine Verluste. Man kann also sagen, dass eine überaus ökonomische Variante der Verpackung ist. Ein großer Markt für Weissblechdosen ist die Lack- und Farbindustrie. Die Dosen für diese Branche weisen in den meisten Fällen eine große Öffnung auf und sind außerdem noch gut stapelbar. Auch die Konstruktion der Deckel ist äußerst wichtig. Viele Hersteller haben sich ihre eigenen Deckelkonstruktionen sogar patentieren lassen. Die Weissblechdosen müssen exzellente Dichtwerte aufweisen, selbst nach mehrmaligem Öffnen und Schließen der Dose. Dass die Weissblechdosen an den Öffnungen nicht verkleben und man sie stets wieder leicht öffnen kann ist insbesondere bei Farben und Lacken von großer Bedeutung.

Weissblechdosen werden ebenfalls in der Getränkeindustrie eingesetzt. Man benutzte die Dosen als Behälter für Getränke zum ersten Mal in den USA in der Zeit der Prohibition. 1933 kam das erste Dosenbier auf den Markt. Mit dieser Art der Verpackung erzielte die Brauerei, die als erste Blechdosen benutzte einem enormen Umsatzanstieg von 500 Prozent. Etwas später wurden auch antialkoholische Getränke in Weissblechdosen angeboten und seitdem sind sie nicht mehr vom Markt wegzudenken.

Die Produktion der Weissblechdosen ist alles andere als ein einfacher Prozess. Zunächst wird das Weißblech mit einem Schmiermittel benetzt. Im nächsten Schritt schneidet man die passenden Scheiben aus, aus denen letzten Endes die Dosen geformt werden. Mit der sogenannten Abstreckmaschine werden dann die Größen festgelegt, in denen die verschiedenen Dosen hergestellt werden. Die Größen der Weissblechdosen hängen oft vom Verwendungszweck ab. Für die Lack- und Farbindustrie produziert man beispielsweise Dosen mit einem Volumen von 250 ml, allerdings auch 1 Liter. Wenn die passende Größe des Weißblech-Korpus erreicht wurde, bedienen sich die Hersteller eines Stempels mit dem der Boden geformt wird. Ist dieser Prozess abgeschlossen, entfernt man das Schmiermittel und trägt die Lackierung im Inneren auf. Dazu verwendet man eine Art Spritzpistole. Wenn die Innenlackierung der Weissblechdosen abgeschlossen ist und ein Korrosionsschutz gegeben ist, kann man anfangen, die Dosen zu füllen. Herstellungskosten für eine Weissblechdose belaufen sich in Durchschnitt auf 8 Cent. Dabei spielt es keine Rolle, womit das Erzeugnis in Nachhinein gefüllt wird.

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